Die Straße in die Zukunft

Elektrifizierte Straßen sind relevant, damit Schweden das Ziel erreicht, die eigenen Treibhausgasemissionen durch den inländischen Gütertransport um 70 Prozent zu senken. Trelleborg trägt durch spezielle Dichtungslösungen für erfolgreiche Tests auf Elektrostraßen bei.

Schweden ist Vorreiter bei der Elektrifizierung von Straßen. Das Land möchte auf diese Weise die inländischen Treibhausgasemissionen durch den Güterverkehr auf Straßen
bis 2030 um 70 Prozent senken, verglichen mit 2010. Da bis 2020 gerade einmal eine Reduzierung um 20 Prozent erreicht wurde, muss der Ausstoß nun jährlich um eine Million Tonnen gesenkt werden.

 

Bis 2035 möchte die Regierung 3.000 Kilometer Straßen mit Güterverkehr ausweisen, die sich für die Elektrifizierung eignen. Das SchwedischeAmt für Verkehrswesen (Trafikverket) ist derzeit dabei, geeignete Strecken zu suchen. Bislang wurden vier Lösungsansätze getestet.

 

Bei der ersten Versuchsstrecke werden die Lkw über Stromabnehmer durch eine Oberleitung mit Strom versorgt. Der auf vier Jahre angelegte Versuch auf einem zwei Kilometer langen Abschnitt der Autobahn E16 in Mittelschweden, Skandinavien, endete 2020.

 

Die zweite Option ist das Projekt „eRoad Arlanda“, ein ebenfalls zwei Kilometer langer Streckenabschnitt zwischen dem Stockholmer Flughafen Arlanda und dem Logistikzentrum Rosersberg. Hier nutzen die Fahrzeuge einen beweglichen Ausleger, mit dem sie den Strom aus einer Stromschiene im Straßenbelag beziehen. Der Test begann 2018.

 

Eine dritte Alternative ist eine ist eine konduktive, also stromleitende Verbindung zwischen der elektrifizierten Straße und dem Fahrzeug durch einen Stromabnehmer unter dem Lkw. Der Stromabnehmer sorgt für die Verbindung mit der Straße, indem er auf Stromschienen auf der Straßenfläche gleitet und die Energie effizient überträgt, die dann die Fahrzeugbatterien lädt. Der Versuch hierzu läuft von 2020 bis 2022 im Rahmen des Projekts „Evolution Road“ im südschwedischen Lund. Der größte Teil des Tests wird mit
einem Stadtbus durchgeführt.

 

Als vierten Ansatz dient die „Smartroad Gotland“: Zwischen dem Flughafen und der Innenstadt von Visby, dem Hauptort der Ostseeinsel, verläuft eine 1,6 Kilometer lange elektrifizierte Straße. Bei diesem induktiven System greifen Empfänger die Elektrizität unter dem Fahrgestell aus einem Kupferleiter ab, der in der Straße verlegt ist. Der dreijährige Test endet 2022.

 

„Man muss alle denkbaren Lösungen berücksichtigen, wenn der Verkehr auf einen fossilfreien Betrieb umgestellt werden soll“, sagt Jan Pettersson, der Leiter des Programms zur Elektrifizierung des Güterverkehrs bei Trafikverket. „Elektrifizierte Straßen haben ein großes Potential, da sie die vorhandene Infrastruktur nutzen. Doch kann es auch erforderlich sein, noch andere Ansätze als die bisher gezeigten zu verwenden.“

 

Im jüngsten Bericht zur Entwicklung der elektrifizierten Straßen heißt es seitens der Behörde, dass sich das Konzept vor allem für den Langstreckenverkehr auf stark befahrenen Straßen lohnt. Die Schwerpunkte werden hier auf den Verbindungen zwischen Stockholm, Göteborg and Malmö liegen.

 

Der Anreiz zur Investition in Fahrzeuge für elektrifizierte Straßen hängt davon ab,wie groß der Güteranteil ist, der auf diesen Strecken befördert wird. Trafikverket geht davon aus, dass die Lösung ab einem Anteil von 40 Prozent rentabel sein kann.

 

Pettersson hat große Hoffnungen: „Auf der Grundlage unserer Versuche und anderer Überlegungen haben wir Strecken von  mindestens 2.400 Kilometer identifiziert,die sich für  die Elektrifizierung eignen.“

 

Die E-Mobilität boomt. Damit der Schwung anhält, brauchen die Kunden zuverlässige und kompetente Zulieferer, die schnell auf ihre Bedarfe reagieren: vom Entwurf über die Produktentwicklung und Prototypen bis zur Serienfertigung.

 

Trelleborg ist dazu bereit. Die Kundenorientierung und die Kombination von Innovation, Technologie und effizienter F&E ermöglicht sehr kurze Zeiten bei der Entwicklung von Produkten bis zum Prototypenbau. Für die Projekte mit den E-Straßen bietet Trelleborg maßgeschneiderte Dichtlösungen an, darunter auch ein EPDM-Material mit sehr geringer Leitfähigkeit.

 

„Wir haben kundenspezifische Elastomerdichtungen für die Stromschienen entwickelt“, erklärt Anna Scheuren, Business Development Manager für Dichtungen und Profile bei Trelleborg Industrial Solutions. „Die Dichtungen müssen zuverlässig gegen Eindringen von Wasser ins Schienensystem schützen und gleichzeitig die elektrische Leitfähigkeit erhalten, damit eine Stromabnahme erfolgen kann. Die Anwendung stellt ganz eigene Herausforderungen – nicht nur durch den Verschleiß, dem die Stromabnehmer unter
den Versuchsfahrzeugen ausgesetzt sind, sondern auch durch den üblichen nichtelektrischen Verkehr auf der Straße. Die Dichtung muss zudem sehr ungünstiger Witterung widerstehen, wobei die Temperaturen auf der Straße zwischen minus 40 Grad im Winter und bis zu plus 60 Grad an den heißesten Sommertagen schwanken.“

 

Neben den Projekten zur Straßenelektrifizierung entwickelt Trelleborg kontinuierlich Lösungen für zahlreiche weitere Bereiche der Elektromobilität. „Wir sind stolz darauf, eine so wichtige Rolle in dieser boomenden und wichtigen Branche zu spielen“, sagt Scheuren. „Wir setzen alles daran, immer neue Innovationen vorzustellen, damit Elektroautos noch schneller werden und ihre Reichweite steigt.“

 

 


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