Gut geschürzt

Chris Fitzgerald in front of a hovercraft

Gut geschürzt

Weltweit setzen Rettungskräfte auf Luftkissenboote von Neoteric Hovercraft. Als das Unternehmen eine haltbarere Version der Gummischürzen aus verschleißfesten, beschichteten Geweben benötigte, wandte man sich an Trelleborg.

Zwar ist Neoteric Hovercraft heute der wohl führende Hersteller leichter Luftkissenboote, doch die Geschichte des Unternehmensbegann sehr bescheiden. 1960 gründeten einige jugendliche Kadetten der australischen Luftwaffe die Firma, die auch heute noch von Chris Fitzgerald, einem der damaligen Gründer, geleitet wird. Inzwischen hat sie ihren Sitz im US-Bundesstaat Indiana. Die Kunden von Neoteric Hovercraft sind vor allem Rettungsund Unternehmen aus dem Freizeitbereich in mehr als 50 Ländern.

Der inzwischen 74-jährige Chris Fitzgerald ist ein wahrer Pionier bei Luftkissenbooten und hat fast 60 Jahre seines Lebens dem florierenden Unternehmen gewidmet. 

Der Erfolg von Neoteric beruht zum Teil auf der Steuerung mittels Umkehrschub, der bei 60 Prozent proportional kraftvoller ist als die 18 Prozent bei Düsenflugzeugen. Luftkissenboote von Neoteric sind daher weltweit die einzigen, die effektive Bremsen besitzen!

Insbesondere Rettungsdienste schätzen die Stabilität der Boote auf jedem Untergrund, von zugefrorenen Seen bis Sumpfböden. So können die Rettungskräfte am Bootsrand stehen und eine Person in Not an Bord ziehen, ohne dass das Boot kentert. 

„Es freut mich sehr, dass unsere Luftkissenboote im Laufe der Jahre zur Rettung von zahlreichen Menschen in Lebensgefahr beigetragen haben — selbst bei Eisunfällen im hohen Norden“, sagt Firmengründer Fitzgerald.

Doch Luftkissenboote lassen sich noch für viele andere Zwecke einsetzen: Bergbauunternehmen installieren mit deren Hilfe Staubdichtungen in den Minen, und Behörden haben sie schon bei Ölunfällen genutzt. Darüberhinaus gibt es vor allem in Europa viele Menschen, die den Kick lieben, damit Rennen zu fahren.

Trotz dieser erfolgreichen Einsätze stellte Fitzgerald fest, dass die Gummischürzen bei alltäglicher Nutzung zum Beispiel auf Eis, Sand und Beton zu schnell verschleißen. „Wir verwendeten jahrelang mit Neopren beschichtetes Nylon, das jedoch zu teuer und auch zu schwer war. Auch mit Sackleinwand haben wir es versucht. Wirklich haltbar ist aber nur Neopren.“

Ein Luftkissenboot ist ein Boot, das auf einer Luftblase sitzt. Man braucht für die Schürze also ein Material, das die Luft hält, aber den Motor nicht überlastet. Zwar soll der Untergrund berührt werden, aber die Luft muss die Bewegung des Bootes ‚schmieren‘.

Bereits zuvor hatte man Werkstoffe von Reeves Brothers zugekauft, doch dann begann Fitzgerald mit der Untersuchung von beschichteten Geweben. Der Kontakt mit Trelleborg entstand, nachdem das Unternehmen 2006 Reeves Brothers erworben hatte. 

Es galt, ein abriebfestes Material zu finden, das verschleißfest wie Eisen, aber dennoch leicht genug sein und die Luft so zurückhalten sollte, wie es ein effektiver Betrieb des Luftkissenbootes erfordert“, erklärt David Behrens, Regional Sales Manager bei Trelleborg Coated Systems. „Unsere Forschungsabteilung stellte einige Muster für Neoteric her, die auf Herz und Nieren geprüft wurden.“

Die Testapparatur von Neoteric wird auch Prügelbock genannt. Dabei wird das Material in einer Kammer bei sehr großer Geschwindigkeit und hoher Reibung bewegt, bis sich das Material auflöst – als träfe ein Sturm auf eine Fahne. Das neoprenbeschichtete Gewebe von Trelleborg hielt sich außergewöhnlich gut.

„Das Gewebe funktioniert hervorragend, was mich natürlich sehr freut“, stellt Fitzgerald fest. „Dennoch gibt es immer noch klare Verbesserungsmöglichkeiten, wodurch es für einen größeren Markt interessant werden würde. Eigentlich würde ich gern ein Unternehmen finden, das Interesse an einer Übernahme hat. Aber daran denke ich schon seit 1975, als ich mit Neoteric Hovercraft in die USA umzog. Es ist wohl einfach meine Lebensaufgabe!“



Weitere Informationen finden Sie auf https://www.trelleborg.com/en/engineered-coated-fabrics


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