Entspannt um die Kurve

Entspannt um die Kurve

Als der Eisenbahnbauer Bombardier mit Trelleborg zusammenarbeitete, um eine neue Version der Achsführung HALL zu entwickeln, entstand ein völlig neues Konzept, das noch mehr Energie und Instandhaltungskosten spart.

Die innovative hydraulische HALL® Achsführung für Eisenbahnen erlaubt den Achsen, in Kurven ein wenig nachzugeben. Bei den hohen Geschwindigkeiten auf geraden Strecken bleiben sie natürlich steif wie zuvor. Mit HALL fahren Züge kostengünstiger, mit weniger Kraftstoff, mit geringeren CO2-Emissionen und geräuschärmer in engen Kurven. Und der Instandhaltungsaufwand für Gleise wie für Räder sinkt. Leider konnte Bombardier, einer der führenden Eisenbahnbauer der Welt, die HALL-Technologie nicht nutzen, da sie bisher mit den Drehgestellen des kanadischen Unternehmens nicht kompatibel war.

Andreas Wolf, damals Chief Suspension Engineer bei Bombardier und heute Team Manager Engineering Railway bei Trelleborg Industrial Solutions, erinnert sich: „Bombardier trat wegen eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts an Trelleborg heran.“ Die Kooperation brachte nicht nur eine spezielle HALL-Version hervor, die für die Züge von Bombardier geeignet ist, sondern es ergaben sich weitere Leistungssteigerungen.

In der Anwendung von Bombardier muss das Gerät sehr hohe vertikale Lasten aushalten, aber im Wesentlichen wendet der FLEXX® Curve Standard, wie er genannt wird, das Prinzip des HALL an. Eine Umrüstung der Züge von Bombardier mit Drehgestellen vom Typ FLEXX Compact ist möglich.

Die wahre Innovation ist jedoch die kreuzgekoppelte Version, bei der die HALLs beider Räder einer Achse hydraulisch verbunden sind. Dies beschreibt Alexander Zahnbrecher, Projektingenieur bei Trelleborg, als „hydraulische Wippe“: „Sind die Kräfte auf beiden Rädern gleich, ist das System ausbalanciert und steif“, erklärt er. „Sind die Kräfte verschieden, bewegt sich das System in die entsprechende Richtung.“ Dies ist besonders hilfreich beim Anfahren und Bremsen sowie in engen Kurven. Bombardier wird die Lösung bei allen neuen Zügen nutzen, die für kurvenreiche Strecken vorgesehen sind. Damit lassen sich bei einem viergliedrigen Zug innerhalb von zehn Jahren 145 Tonnen CO2 einsparen.

Eine dritte Version, das sogenannte Passive Radial Steering, verwendet ein intelligentes Ventil zur Blockierung der hydraulischen Bewegung unter bestimmten Umständen. Dadurch wird die Leistung auch in engeren Kurven verbessert. Bei einer Kurve mit einem Radius von 300 Metern verringert sich der Radverschleiß um 90 Prozent. Das spricht bei Bergstrecken wie etwa in der Schweiz für sich selbst, zumal die Trassenpreise dort geringer sind für Züge, die das Gleis weniger schädigen.



Weitere Informationen finden Sie auf https://www.trelleborg.com/de/anti-vibration-solutions


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