Nicht zu erschüttern

Nicht zu erschüttern

Als die japanische Stadt Kōbe 1995 von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde, verloren mehr als 6.000 Menschen ihr Leben, und die Infrastruktur einschließlich unterirdischer Rohrleitungen war weitgehend zerstört. Während die meisten herkömmlichen Rohrdichtungen versagten, blieben die dichtenden Verbindungselemente von Trelleborg intakt.

Ein Erdbeben richtet durch Erschütterungen und Nachbeben oft verheerende Schäden an Gebäuden und Infrastruktur an. Voll funktionsfähige Rohrleitungssysteme zur Trinkwasserversorgung und Entsorgung von Regenund Abwasser sind jedoch für eine moderne urbane Gesellschaft unerlässlich. Wenn Rohre einknicken oder platzen, führt dies zu massiven Störungen im Alltag der Menschen. Oft sind damit auch beträchtliche Risiken für die öffentliche Gesundheit verbunden.

Zu den schädlichsten Faktoren, die auf unterirdische Rohrleitungen einwirken können, gehören seismische Aktivitäten. Dies gilt insbesondere für in geringer Tiefe auftretende Beben, die häufig eine Bodenverflüssigung bewirken. Unter der Erschütterung verliert der Boden an Festigkeit und Dichte und verhält sich nach einer Weile wie eine Flüssigkeit. In dieser Situation können Rohrleitungen nach oben geschwemmt und Rohrverbindungen ineinandergeschoben und deformiert werden oder bersten. Durch so entstehende Leckagen gelangen flüssige Stoffe in die Gewässer und verschmutzen sie.

„Flexible dichtende Verbindungselemente sind für Infrastrukturanlagen entscheidend, da sie seitliche Rohrbewegungen zulassen“, erklärt Martijn Boerma, der bei Trelleborg Industrial Solutions als Leiter der Geschäftsentwicklung für Rohrdichtungen in der Region Asien-Pazifik tätig ist. Trelleborg bietet eine Reihe solcher
flexibler Dichtungslösungen, darunter den Kor-N-Seal Rohr-zu-Schacht-Verbinder, der in den USA gefertigt und weltweit vermarktet wird.

Die F-576 Anger-Lock Dichtungen von Trelleborg werden in Rohrleitungssystemen aus molekular orientiertem PVC (PVC-O) eingesetzt. Dieser Kunststoff ist flexibler und in Neuseeland die bevorzugte Wahl. „Wir verkaufen jedes Jahr weltweit rund zwei Millionen Anger- Lock und nahezu eine halbe Million Kor-N-Seal Dichtungen“, bemerkt Boerma. „Unsere Kunden wissen, dass unsere Hochleistungsdichtungen ihren Job machen. Sie finden, dass in Regionen mit hohem Erdbebenrisiko die Investition in unsere Lösungen jeden Cent wert ist.“

Nach dem Erdbeben in Kōbe 1995 ergab eine erste Inspektion von 52 Schachtbauwerken in der Gemeinde, dass die Mehrheit der herkömmlichen Rohrverbindungen Schäden unterschiedlichen Ausmaßes erlitten hatten, während die Verbindungen mit Kor-N-Seal nur geringfügige Lecks aufwiesen. Die Hälfte war mit herkömmlichen Rohr-zu-Schacht-Verbindungen und die andere Hälfte mit dem flexiblen dichtenden Verbindungselement Kor-N-Seal von Trelleborg ausgestattet.

Die japanische Regierung stellt hohe Anforderungen an die Leistung und Montagefreundlichkeit von Rohrund Verbinderdichtungen. Wenn heute alte Rohre mit G-Ring-Muffen ausgetauscht werden müssen, ersetzt man sie in der Regel durch Rohre mit integrierten Dichtsystemen von Trelleborg. Ein sehr geschätzter Kunde von Trelleborg in Japan ist der Betonrohrhersteller Ito Yogyo.

Chikako Kotani, der in der Entwicklungsabteilung von Ito Yogyo arbeitet, erklärt: „Unsere Rohre mit integrierten Dichtungen von Trelleborg haben längere Spitzenenden und Muffen und lassen deshalb genügend Dreh- und Zugbewegungen zu. Diese Rohre sind in den Regionen Kinki, Tokai und Kanto, wo Erdbeben häufig vorkommen, sehr beliebt.“

Die neuseeländischen Inseln liegen auf der Grenze zwischen zwei der aktivsten tektonischen Platten der Erde. 2010 und 2011 wurde die Stadt Christchurch durch schwere Erdbeben nahezu komplett zerstört. Neben Naturkatastrophen wie diesen kommt es regelmäßig zu seismischen Aktivitäten in geringer Tiefe, die sich auf die Infrastruktur negativ auswirken können. Deshalb sind die meisten Regionen des Landes auf die relativ flexiblen PVC-O-Rohre mit dem einzigartigen F-576 Anger-Lock Dichtungssystem von Trelleborg umgestiegen.

„Es gibt kein ‚erdbebensicheres‘ Rohr“, sagt Frank O’Callaghan, National Technical Manager bei Iplex, einem langjährigen Trelleborg-Partner in Neuseeland. „Flexible Rohre wie unsere PVC-O-Rohre mit Anger-Lock Dichtungen haben jedoch bisher generell gut abgeschnitten. Es kommt erheblich seltener zu Rohrbrüchen und Lecks, verglichen mit den üblichen unflexiblen Rohren, die häufig eingesetzt werden.“



Weitere Informationen finden Sie auf www.trelleborg.com/de/pipe-seals


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