Trelleborg and climate The 20 by 20 goal

Trelleborg

Trelleborg und das Klima: Das „20 bis 20“-Ziel

Der Klimawandel steht als wichtiges Thema seit vielen Jahren auf Trelleborgs Nachhaltigkeitsagenda. Energieeffizient und damit klimaeffizient zu sein, ist ein wichtiger Aspekt im Streben des Konzerns nach einer Produktion der Weltklasse.

Trelleborg hat die Messlatte bis Ende 2020 noch höher gelegt: Das Ziel lautet nun, in Bezug auf das Ausgangsjahr 2015 bis Ende 2020 um 20 Prozent klimaeffizienter zu werden. Darum heißt das Motto dieser Initiative „20 bis 20“.  Bei den fraglichen Emissionen handelt es sich um direkte Emissionen aus der internen Energieerzeugung (Scope 1 des Treibhausgas-Protokolls, engl. GHG Protocol) und um indirekte Emissionen aus zugekaufter Energie für den Eigenverbrauch, entsprechend Scope 2. Das 2009 aufgelegte Energy Excellence-Programm hat mit der Zeit den relativen Energieverbrauch in Trelleborgs Produktion vermindert und gleichzeitig die CO2-Emissionen in den verschiedenen Ländern in unterschiedlichem Maße reduziert.

2008 war das Ausgangsjahr für Trelleborgs erstes langfristiges Ziel, deutlich klimaeffizienter zu werden. Unter dem Motto „15 bis 15“ wollten wir bis Ende 2015 um 15 Prozent klimaeffizienter werden. Dieses Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern übertroffen.

Die neue Zielsetzung „20 bis 20“ ebenso wichtig, wie auch eine erhebliche Herausforderung, denn Trelleborgs kürzliche Übernahme der CGS Holding (2016) hat den Konzern nicht nur um etwa ein Fünftel seiner bisherigen Größe wachsen lassen, sondern auch den Gesamtanteil der energieintensiven Reifenherstellung gesteigert. Um zu korrekten Vergleichszahlen zu gelangen, wurde der Wert für das Ausgangsjahr 2015 durch Addition von Trelleborgs Emissionen mit denen der CGS-Einheiten des gleichen Jahres berechnet.

Über höhere Energieeffizienz hinaus verfolgen wir noch einen weiteren Weg: In immer mehr Ländern wird „grüne“ Energie, insbesondere Elektrizität, zu vergleichbaren Preisen wie aus fossilen Energieträgern angeboten. Sobald dies geschieht, ist eine Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft machbar. In Trelleborgs italienischen Betrieben hat diese Umstellung bereits stattgefunden. Alle Produktionsstätten des Konzerns in Italien haben Anfang 2016 auf grüne Energie umgestellt und damit ihre CO2-Bilanz deutlich verbessert. Da dieser Trend auch in anderen Ländern zu beobachten ist, wird der Konzern dort die Gelegenheit zur Verbesserung seiner CO2-Bilanz entschlossen nutzen. Als nächstes steht ab 2018 die Umstellung in der Tschechischen Republik auf der Agenda.

Darüber hinaus hat Trelleborg auch 2018 seine Arbeit an der Berichterstellung über wesentliche Teile der Emissionen in Scope 3 fortgesetzt. Hierzu gehören indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, wie Verkehrsdienstleistungen, Wegekosten, zugekaufte Materialien, Produktnutzung und Abfallwirtschaft. Die laufende Analyse wird eine allgemeine Bestandsaufnahme des Umfangs an CO2-Emissionen innerhalb des Rahmenwerks von Scope 3 gemäß Treibhausgas-Protokoll (GHG Protocol) liefern. Trelleborg erstellt in Zusammenarbeit mit EY eine allgemeine Berechnung der Scope 3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Dieser Ansatz basiert auf einer anfänglichen Bestandsaufnahme und Klassifizierung mittels Berechnungsinstrumenten, um die Emissionen nach Quellen zu quantifizieren und Bereiche zu identifizieren, die eine nähere Untersuchung rechtfertigen.

Bereits 2016 hat EY Trelleborg dabei geholfen, seine Scope 3-Emissionen aus Transporten durch nachgelagerte Dienstleister zu berechnen. Die Studie hat bestätigt, dass diese aussagekräftig sind und grob zu den von Trelleborg gemeldeten Scope 2-Emissionen passten.