GRABENLOSE TECHNOLOGIE MINIMIERT UMWELTPROBLEME

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GRABENLOSE TECHNOLOGIE MINIMIERT UMWELTPROBLEME

Das Ausgraben und Austauschen von Abwasserrohren ist ein schmutziges, zeitaufwändiges und zudem oft wenig umweltverträgliches Unterfangen. Trelleborg bietet kostengünstige Lösungen, welche die Arbeit erleichtern und die Umwelt schonen. 

Der alte Spruch „Aus den Augen, aus dem Sinn“ galt viele Jahre auch für städtische Abwassersysteme. Die örtlichen Behörden erkannten stets, wo oberirdische Infrastrukturanlagen wie Straßen und Brücken im Argen lagen, aber Probleme mit maroden Abwasserleitungen waren nicht so ohne weiteres erkennbar und wurden deshalb häufig ignoriert. Das hat sich in den vergangenen Jahren jedoch geändert. 

In den Industrieländern stehen Fragen der Wasserqualität und Abwasserreinigung zunehmend im Fokus. Undichte Kanalrohre verursachen in zweierlei Hinsicht schwerwiegende Umweltprobleme. Das eine Problem heißt Infiltration – durch das Eindringen von Grundwasser erhöht sich der Durchfluss in den Rohren und damit die Belastung der städtischen Kläranlagen. Bei schweren Niederschlägen können die Klärwerke die Durchflussmengen nicht mehr bewältigen, so dass ungeklärte Abwässer in Flüsse und Seen gelangen. Das andere Problem heißt Exfiltration – austretende Abwässer verunreinigen das Grundwasser. Das Ausmaß des Problems ist gewaltig. So geht zum Beispiel die US Umweltschutzbehörde davon aus, dass 75 Prozent der rund 965.600 Kilometer Abwasserleitungen des Landes aufgrund ihres schlechten Zustands nur zu 50 Prozent ihrer Kapazität nutzbar sind. 

In Deutschland umfasst das Kanalisationsnetz rund 500.000 Kilometer. Hinzu kommen weitere eine Million Kilometer Hausanschlussleitungen, die von den Hauptkanälen abzweigen. "Das Bewusstsein für das Problem nimmt zu", sagt Andreas Bichler, Technischer Direktor bei Trelleborg Pipe Seals. "Der Austausch von maroden Rohrleitungen kann jedoch teuer werden und belastet in hohem Maße die Umwelt und die Wirtschaft. Die grabenlose Rohrsanierungstechnik von Trelleborg ist eine umweltfreundlichere und insgesamt kostengünstigere Alternative als der komplette Rohraustausch."

"Mit dem Trelleborg-System werden Rohrleitungen ausgekleidet, also im Grunde von innen abgedichtet. Die Arbeiten werden von Einstiegsschächten aus durchgeführt. 

Damit entfällt das Aufreißen von Straßen mit der damit verbundenen Luftverschmutzung und Verkehrsbehinderung", erklärt Simon Burke, Geschäftsführer von Trelleborg Pipe Seals und ergänzt "immer mehr Städte wollen mit grabenloser Technik ihr vorhandenes Rohrleitungsnetz sanieren und dessen Lebensdauer verlängern."

Grabenlose Rohrsanierungsverfahren können die Gesamtkosten beträchtlich verringern. 

Bezieht man die Kosten für die Erneuerung der Straßendecke oberhalb eines Kanalisationsnetzes ein, verursacht das Ausgraben und Austauschen von Teilen einer Hausanschlussleitung unter Umständen Kosten in Höhe von 10.000 bis 15.000 Euro. Die Rohrsanierung könnte dagegen 20 bis 50 Prozent günstiger ausfallen. 


Das Trelleborg-System hat zudem den Vorteil, dass Hausanschlussleitungen auch über den Hauptkanal von der Straße aus saniert werden können. Ein Zugriff auf Revisionsöffnungen im Hausbereich auf Privatgrundstücken oder das Aufreißen von Gärten und Innenhöfen ist nicht erforderlich. Diese sog. Main-to-House-Technologie (MtH) von Trelleborg ist in den USA und in Deutschland bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Einsatz.

Die Stadt Norwood im US-Bundesstaat Massachusetts entdeckte umfangreiche Leckagen im Abwassersystem, welche das Grundwasser verseuchten. Sie beschloss daher, sämtliche betroffenen Anschlussleitungen zu den Anwohnern hin mit dem MtH System von Trelleborg zu sanieren. Das Ergebnis war ein erheblicher Rückgang der Bakterienmenge im örtlichen Grundwasser. Dies veranlasste die US-Umweltschutzbehörde EPA, den Hersteller Trelleborg und die ausführende Firma Carylon Corp. zu einer Präsentation der MtH-Technologie nach Washington einzuladen. 

Trelleborg arbeitet gegenwärtig daran, seine grabenlosen Verfahren für weitere Märkte anzupassen. "Länder wie Singapur und Australien haben Abwasserleitungen mit einem geringeren Durchmesser als die in den USA", erklärt Andreas Bichler. "Deshalb hat Trelleborg für solche Systeme kleinere Installationsgeräte konstruiert, die derzeit getestet werden. Darüber hinaus läuft die Entwicklung von Linermaterial, das die Auskleidung von Rohren mit mehreren 90-Grad Biegungen und wechselnden Innendurchmessern ermöglicht."