Elastomer Dichtungen für Wickelrohre

Trelleborg

Elastomer Dichtungen für Wickelrohre

Wickelrohre aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) werden sowohl in druckbeaufschlagten als auch drucklosen Leitungen angewendet. Elastomere „Push-Fit“-Steckdichtungen sind insbesondere für Freispiegelleitungen und Rohrleitungssysteme mit niedrigen Betriebsdrücken interessant, da sie dort eine einfache und effiziente Lösung für die Rohrverbindung darstellen.


Elastomeric Joints for Spiral Wound

Die Rohre werden nach den Normen EN 13476, DIN 16961 und DIN 16917 hergestellt, die sich speziell auf Kunststoffrohre mit großem Durchmesser richten. Die Enden typischer Wickelrohre (Krah-Rohre) sind als Steckverbindung bestehend aus einem stumpfen Glockenende (der eigentlichen Muffe) und einem Spitzende gestaltet und werden im Produktionsprozess gleichförmig ausgebildet. 

Das Stumpfende besitzt zwei umlaufende Rillen, in die die Dichtungen eingesetzt werden und die für einen perfekten und nachhaltigen Dichtsitz in der Muffe sorgen. Diese Bauweise mit „Doppeldichtung“ gewährleistet eine größere Stabilität der Muffenverbindung und ermöglicht eine Druckprüfung der Muffen durch Beaufschlagung des Ringraums zwischen den Dichtungen.

Trelleborg Pipe Seals hat in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Krah-Rohren ein einfaches, aber robustes Elastomerdichtungssystem für diese Muffenkonstruktion entwickelt. Die Hauptkriterien für die konstruktive Gestaltung von Muffen im anspruchsvollen Kontext heutiger Anwendungen sind:


1. Leichtes und zuverlässiges Verbinden der Rohre vor Ort
2. Dichtheit gegen Infiltration wie auch Exfiltration
3. Einrechnung der Verbindungsflächen und Toleranzen
4. Hohe Abwasserbeständigkeit
5. Optimale Elastomerauswahl für bestmögliche Abdichtung
6. Erfüllung der Anforderungen von EN 1277
7. Robustes System für Rohre mit großen Durchmessern
8. Lange Standzeit

Elastomeric Joints for Spiral Wound, Trelleborg







Noch bevor überhaupt eine praktische Muffenprüfung erwogen wird, werden die Muffen- und potentiellen Dichtungskonstruktionen mit Hilfe der nichtlinearen Finite-Elemente-Analyse (FEA) unter Berücksichtigung von Extrembedingungen modelliert.


Diese Modellanalyse berücksichtigt die Zug- und Druckspannungen, die unter den von der Dichtung ausgeübten Kräften in der Muffenverbindung hervorgerufen werden.

Hierbei werden auch die Verbindungskraft und das Verhalten der Dichtung modelliert, und erst nachdem die Muffe virtuell so optimiert wurde, wird die physische Verbindung und schließlich das Leistungsverhalten der Muffe getestet.


Die europäische Norm EN 13476 spezifiziert die Leistungsmerkmale von Rohrmuffen bei Prüfung nach EN 1277: Kunststoff-Rohrleitungssysteme – Erdverlegte Rohrleitungssysteme aus Thermoplasten für drucklose Anwendungen – Prüfverfahren für die Dichtheit von elastomeren Dichtringverbindungen. 


Es gibt 3 grundlegende Prüfdrücke und 3 Bedingungen für die Bestimmung der Dichtheit:

Nach jeder Anpassung der Prüfbedingungen ist die Prüfanordnung auf etwaige Undichtheiten zu prüfen.

Krah-Rohrverbindungen bis einschließlich DN 1800 mm wurden mit Hilfe des Dichtsystems Forsheda 504 unabhängig geprüft und extern zertifiziert.

Die Muffenverbindung wird heute von vielen Krah-Rohrherstellern weltweit verwendet und erfreut sich sowohl bei Herstellern als auch Anwendern einer zunehmenden Beliebtheit.

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