Hier entstehen Räder für die Welt

Hier entstehen Räder für die Welt

Fortbildung und Teamwork sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren in der litauischen Produktionsstätte von Trelleborg.

Die Fabrik von Trelleborg Wheel Systems im litauischen Liepāja wird demnächst für die gesamte globale Felgenproduktion verantwortlich sein, da Trelleborg seine Herstellung von Felgen auf eine Produktionsstätte konzentrieren will. 

Dann werden Werksleiterin Liene Giertmane-Done und ihr Team Felgen von drei bis 54 Zoll Durchmesser für die unterschiedlichsten Anwendungen fertigen – von Gabelstaplern über Landwirtschaftsmaschinen bis zu riesigen Holzerntemaschinen. Das Werk Liepāja wird seine Nutzfläche um 73 Prozent erweitern und sein neues Gebäude mit modernster technischer Ausrüstung und einer Lackieranlage ausstatten, um so ein Center of Excellence für die Herstellung von Rädern und Felgen zu werden.

Seit vier Jahren leitet Giertmane-Done die Produktion von Felgen im Bereich von drei bis 20 Zoll sowie dasAufziehen von Reifen aus der Trelleborg-Fertigung in Sri Lanka auf die meisten von Kunden benötigten Felgengrößen. Die oft kundenspezifischen Räder gehen an Originalhersteller von internationalen Landwirtschaftsund Industriemaschinenmarken. 

Mit ihrer Ausbildung an der Banking Institution of Higher Education in Riga, einem Master in Finanzmanagement und früheren Erfahrungen aus der Finanzverwaltung bei Trelleborg kam sie zwar ohne Ingenieurwissen und Fertigungskompetenz nach Liepāja, eignete sich dort aber in der Produktion jede Menge Kenntnisse durch praktische Tätigkeit an. 

„Ich arbeitete drei Jahre lang als Finanzleiterin und wollte sehen, woher die Zahlen kommen“, sagt sie. „Dabei habe ich erkannt, wie sie sich durch Teamarbeit mit Maschinenbedienern beeinflussen lassen. Deshalb habe ich selbst ausprobiert, Maschinen zu bedienen, Reifen zu montieren und Räder zu schweißen. Ich liebe die Fertigung, weil du am Abend siehst, was du geleistet hast. Und vielleicht fährst du sogar auf dem Nachhauseweg an einer Landwirtschaftsmaschine mit unseren Rädern vorbei.“ 

Trelleborg schickte Giertmane-Done zur Manufacturing Excellence School. Im Rahmen des Schulungsprogramms lernte sie andere Trelleborg- Betriebe kennen und erwarb eine Reihe von Spezialkenntnissen wie SMED (Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich) zur Verkürzung der Rüstzeiten zwischen den Fertigungslosen an einer Produktionslinie. Giertmane-Done zufolge führte die SMED-Methode, in der sie anschließend die Teamleiter und Mitarbeiter in Liepāja schulte, 2018 zu einer Reduzierung der Rüstzeiten auf eine Stunde. 2013 lagen sie noch bei acht Stunden. Dadurch spart das Werk rund 85.000 Euro pro Jahr. Ein weiteres Plus ist die höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz, weil die Kunden ihr Produkt schneller erhalten. 

Die Einweisung in andere Methoden wie die aus Japan stammende 5S-Methode – Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin & ständiges Verbessern – in Kombination mit Hoshin-Planung und sonstigen Fortbildungsmaßnahmen half ihren Mitarbeitern, bei der Anordnung von Maschinen in neuen Bahnen zu denken, wodurch nicht nur die Effizienz verbessert, sondern auch rund 1.000 Quadratmeter Raum für neue Maschinen und Bediener freigesetzt wurde. 

„Wir haben den Prozessablauf im vorhandenen Arbeitsbereich umgestaltet und um 20 Prozent verbessert“, erklärt Giertmane-Done. „Die Maschinenbediener fühlen sich stärker eingebunden. Sie waren an der Umgestaltung beteiligt und arbeiten jetzt so, wie sie es wollen. Fachkompetenz entsteht in der Produktion. Mein Wunschist nicht, mehr zu arbeiten, sondern die Arbeit zu erleichtern und smartere Lösungen zu finden.“ Viele Mitarbeiter des Werks Liepāja sind für Schulungen und den Erfahrungsaustausch auch in andere Trelleborg- Betriebe geschickt worden – nicht nur um sich über Fertigungsprozesse zu informieren, sondern auch um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. 

Giertmane-Done plant, das Werk mit Personal für zwei oder, falls erforderlich, sogar für drei Schichten auszustatten. „Wir suchen nicht nur einfach Mitarbeiter – wir wollen die Besten, die in einem sich verändernden Umfeld arbeiten wollen und flexibel sind“, betont sie. „Wir gehen zu den Universitäten und Fachhochschulen und laden Studenten ein, sich unsere Arbeitsplätze vor Ort anzuschauen.“ 

Litauen musste eine erhebliche Abwanderung von Arbeitskräften in andere europäische Länder verkraften. Jetzt aber kommen laut Giertmane-Done Fachkräfte zurück, um im Trelleborg-Werk in Liepāja zu arbeiten, darunter zwei Profiliermaschinenbediener, die nach zehn Jahren in Großbritannien und Irland nach Litauen zurückgekehrt sind. 

Auf die Frage, warum gerade Trelleborg in Litauen ein so attraktiver Arbeitgeber ist, nennt Giertmane- Done das Fortbildungssystem, die Vergütung und die Sozialleistungen des Werks als wichtige Kriterien. Ein weiterer Faktor ist die Teamarbeit bei den Bemühungen zur Erleichterung und Verbesserung der Prozesse. „Ich möchte, dass die Leute mit einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit kommen und auch mit einem Lächeln für ihre Familie heimkehren“, sagt sie. „Wir arbeiten nicht nur hart, sondern bemühen uns jeden Tag, die Latte ein wenig höher zu legen und den Arbeitsplatz angenehmer zu machen.“



Weitere Informationen finden Sie auf www.trelleborg.com/wheels


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